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Sonntag, 24. August 2014

Sänitär im Endspurt und Estrich

Hallo zusammen,

das war mal wieder eine richtig ereignisreiche Woche!
Bis Mittwoch waren die Herren Sanitär noch zu Gange und haben so fleißig gewerkelt, dass sie sogar einen Tag früher als geplant fertig waren. Mit den Jungs ist dann auch der Anhänger von dannen gezogen und nun zeigt sich die Front (fast) ungestört. 
Das Wetter war ja eher bescheiden, aber wir haben das mal unter der Rubrik "ausgiebige Dichtheitsprüfung" abgelegt. Dadurch hat sich aber auch schon gezeigt, dass trotz heftigen Regens, die Scheiben fast gar nicht dreckig geworden sind - die großen Dachüberstände scheinen also wirklich zu funktionieren. Damit dürfte die Befürchtung in Sachen allzu häufiges Fenster putzen passe sein.


Wie gesagt, innen war am Mittwoch alles soweit fertig und für den Estrich vorbereitet. In der Küche kann man schön sehen, dass unter der Stellen, an der sich die künftige Küchenzeile und der Kochblock befinden werden, die Heizschlangen nur sehr spärlich verlegt worden sind. Die beiden Rohre direkt neben der Wand sind zudem auch nur zwei Rückläufe - damit besteht also keine Gefahr, dass wir die Vorräte in den Schränken zu stark erwärmen. Ist schön zu sehen, wenn sich die Details aus der Planung bis in die Ausführung durchziehen. Die Anpassung der Fußbodenheizung genau auf unsere geplante Küche ist schon perfekt. 


Im Rest der Räume gab es dann Heizkreise satt. Ich gebe zu, dass ich mich beim fotografieren nicht mehr so ganz wohlgefühlt hatte, angesichts der sehr eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten. Obwohl uns die Heizungsbauer beruhigt hatten, dass wir ruhig darüber laufen können, wollte ich ja nichts beschädigen oder gar einen Springbrunnen im Wohnzimmer verursachen. Aber da die Heizung befüllt und getestet ist und auch schon läuft, ist wohl alles gut gegangen. Gewundert habe ich mich über die kleinen weißen Hütchen, die sich in jedem Raum fanden - hat mich an Abstandhalter auf einer Pizza erinnert, damit der Deckel der Transportbox nicht festklebt. Naja, die Lösung des Rätsels war dann aber eigentlich ganz einfach.


Es handelt sich um definierte Messpunkte für die spätere Messung der Feuchtigkeit des Estrichs. Innerhalb des kleinen Kreises, kann gefahrlos später eine Bohrung gemacht werden, ohne dass man Gefahr läuft, einen Teil der Heizung zu perforieren.


Sogar die begehbare Dusche hat eine Heizung bekommen ;-)


Im Technikkeller war dann auch alles fertig und soweit für den Estrich bereit. Hier laufen die Heizkreise vom EG und vom KG zusammen. Der Raum selbst bekommt keine Heizung, ich schätze aber mal, dass das es hier trotzdem nicht eisig sein wird. Die Stellmotore für die Heizkreise wurden in kleine Tüten verpackt und ordentlich beschriftet für die fertige Montage bereitgestellt.


Dann kam der Freitag - Tag des Estrichs. Ich konnte mir das nicht so ganz vorstellen, wie das laufen sollte, daher musste ich mir unbedingt einen Tag frei nehmen, was sich auch gelohnt hat. Schon um 7 Uhr kam der erste LKW und natürlich mit einer schönen Davinci Werbung auf dem Auflieger.


Kurze Zeit später kam LKW Nr. 2 dazu.


Nachdem beide LKW in Position waren, wurden die Fahrzeuge an die Wasserleitungen angeschlossen und die jeweils 700 Liter fassenden Tanks gefüllt. Da wir nur unsere normalen Gartenleitungen nutzen konnten, hat das einen Moment gedauert, aber letztlich hat es dann doch geklappt. Bei dem verwendeten Estrich handelt es sich um einen sog. Calciumsulfat-Fließestrich, der vor Ort angemischt wird und dann direkt eingebracht werden muss, da er schon kurz nach Mischung beginnt abzubinden. Daher auch nicht verwunderlich, dass ich schon nach eineinhalb Tagen auf den Estrich konnte, um mit der vorgeschriebenen Lüftung des Hauses zu beginnen - hätte ich nie geglaubt, dass das Zeug so schnell hart wird. Bis zur endgültigen Härte dauert es aber doch rund 4 Wochen.


Den Anblick musste ich unbedingt festhalten. Ob man nun ein "V" wie Victory oder Visitor sieht, oder wie ich als Star Trek Fan, eher den Gruß der Vulkanier, macht keinen Unterschied - in jedem Fall ein richtig cooler Anblick. Ach ja, das Wetter war wiedermal wie bestellt :-)


Dann ging es los, der Schlauch kam ins Haus und die Mischwerke fingen an zu arbeiten.


Der ganze Prozeß lief computergesteuert und wurde aus der Ferne bedient - HighTec vom Feinsten und das bei einem Gewerk, bei dem ich nicht damit gerechnet hätte. Absolut beeindruckend für mich als Laien.


Der Schlauch wurde zunächst unten aus dem Haus herausgezogen, damit der Gerätekeller als erster Raum drankommen konnte. Die Tür war ja wieder weg und die Heizungsbauer hatten eine kleine Holzkonstruktion gebaut, die den Estrich an Ort und Stelle gehalten hat, denn hier fehlt ja eine Türschwelle.


Nach rund 5 Minuten war die Sache erledigt und der erste Raum war fertig - sah doch gleich ganz anders aus.


 Nach dem Keller war dann das Erdgeschoss dran. Mit der gleichen Geschwindigkeit und ohne Unterbrechung wurde die komplette Etage mit Estrich gefüllt. Die ganze Aktion hat nicht einmal zwei Stunden gedauert, das Vorbereiten der LKW und hinterher das Aufräumen haben mehr Zeit in Anspruch genommen.


Da ich, wie gesagt, schon am Samstag zum Lüften in das Haus musste, konnte ich es mir nicht verkneifen am Sonntag dann auch mal die Kamera mitzunehmen. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Das Raumgefühl ist völlig anders, jetzt wo der Boden um rund 17cm höher liegt, als der Rohfussboden und weil jetzt auch alles sehr sauber und aufgeräumt wirkt.


Eigentlich könnte man doch fast schon einziehen ;-)


Auch das Bad, dass besonders viele Elektroleitungen und Wasserleitungen aufnehmen musste, sieht jetzt richtig ordentlich aus. Hier sieht man auch einen der weißen Messpunkte ganz gut.


Im Keller ist der Bodentank jetzt auch als solcher zu erkennen - mal sehen, wie das aussieht, wenn der endgültige Bodenbelag drauf ist.


Und zu guter letzt auch noch der Technikraum, der damit fast fertig ist, da der Boden hier später nur noch gestrichen wird und keinen weiteren Belag bekommt.


Für die nächste Woche steht der erste Teil des Innenausbaus an und am Montag kommt auch unser Kaminbauer. Ich schätze, damit habe ich nächste Woche wieder so einiges zu berichten.

Bis denn,
Mike

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