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Samstag, 30. August 2014

Es wird wohnlich...

So, jetzt geht es tatsächlich an den Ausbau. Langsam können wir es kaum erwarten endlich einziehen zu können. Leider geht das noch nicht ganz so schnell, da es wirklich noch eine Menge an Arbeit zu erledigen gilt. Wenn alles klappt, sollten wir Mitte oder Ende November Übergabe haben. Ob das allerdings dann auch zum geplanten Umzug vor Weihnachten kommt, liegt aber an den Sanierungsmaßnahmen unserer Straße. Positiv ist, dass wir keine Probleme in der Bauphase hatten und auch haben werden, aber ob die Sache uns am Einzug hindert, ist leider noch nicht abzusehen. Aber das wird ein Thema für spätere Posts werden und die Erfahrungen mit öffentlichen Bauvorhaben und deren Terminen tragen auch nicht gerade zum Spannungsabbau bei...

Jedenfalls stand in dieser Woche der Kellerausbau durch Davinci und der Aufbau des Kamins durch unseren Kaminbauer auf dem Programm.

Seitens Davinci wurde wiedermal jede Menge Dämmmaterial und Holz herangeschafft - insbesondere letzteres kam in großen Mengen zum Einsatz und hat den Charakter des Betonkellers schon deutlich verändert. Aufgefallen ist mir als erstes der deutliche Holzgeruch im Untergeschoss, der vorher nicht da war.


Die Lattung wurde an allen Kellerwänden angebracht, die zu Räumen gehören, die später ausgebaut werden. In den restlichen Funktionsräumen wird der Beton lediglich gestrichen. Sieht schon irgendwie interessant aus, sozusagen Zebralook im Davinci Style.


Aber auch dieser Anblick war nur von kurzer dauer, da dann die Lattung mit den Rigipsplatten verkleidet worden sind, wie hier im Duschbad zu sehen. Was hier ausgespart worden ist, wird später durch die Abmauerung für den Waschtisch ausgefüllt. Sieht im Moment aber zugegeben etwas merkwürdig aus.


Nachdem ein Raum aber dann komplett mit den Rigips Platten verkleidet worden ist, sieht es schon ganz anders aus und wirkt viel wohnlicher. Was mit der Betondecke passiert, ist mir allerdings noch nicht ganz klar, aber das wird sich mit Sicherheit in den nächsten Wochen ergeben.


Wenn sich jetzt jemand fragt, wofür und vor allen Dingen wohin das Styropor gekommen ist, hier die Lösung. Wir haben den Keller im Bereich der ausgebauten Räume von Außen isolieren lassen, im Bereich der Funktionsräume ja nicht. Daher müssen die Wände, die Funktions- von Wohnräumen teilen, nochmal innen mit einer Dämmschicht versehen werden. Voila - hier ist das Styropor gelandet. Hier kommen im Laufe der nächsten Woche auch noch Rigips Platten drauf.


Während das die Woche im Keller gelaufen ist, haben unsere Kaminbauer im Erdgeschoss losgelegt. Ich war schon skeptisch mit dem noch recht frischen Estrich (wurde am Freitag gegossen), denn der Kamineinsatz wurde am Montagmorgen mit einem Kampfgewicht von ca. 230kg hereingerollt. Ich sah vor meinem geistigen Auge schon den Estrich Wellen schlagen, aber keine Spur - alles hat super gehalten. Glücklicherweise hatte die Erfahrung des Estrichlegers hier nicht getrogen.

Den Kaminbauer haben wir, wie schon gesagt, selbst ausgesucht und vergeben. Ob Davinci hier einen eigenen an der Hand gehabt hätte; keine Ahnung. Es wurde jedenfalls kein Ton in die Richtung gesagt. Während der Planungsphase kamen aber schon Fragen in Sachen Kamin auf, die wir nur mit einem Kaminbauer zusammen beantworten konnten, also haben wir gesucht und gefunden.

Von Montag an wurde fleißig gemauert, gespachtelt und verputzt, so dass der Kamin täglich weiter gewachsen ist. Der von Davinci gelieferte Fertigschornstein wurde in die Mauerung des Kamins einbezogen und da er schmäler ist als der Kamin selbst, blieb noch Platz, um neben dem Schornstein noch die Bohrung für die Verbrennungsluftzufuhr von außen zu machen. Die Häuser sind heute nämlich so dicht, dass die Zuluft für den Kamin nicht durch die Raumluft erfolgen kann.




Am Freitag dann war der Kamin mit Verkofferung soweit fertig. Jetzt fehlen nur noch ein paar Gitter und Klappen und der letzte Putz, dann kann er zusammen mit dem Innenputz gestrichen werden. In dem Zusammenhang noch ein Tipp meinerseits. Im Schornstein, etwa in halber Höhe sieht man eine kleine viereckige Öffnung, die für die Drucküberwachung gedacht ist. Hier geht es um das allseits beliebte Problem, dass eine starke Dunstabzugshaube einen Unterdruck im Raum verursachen kann, wodurch bei laufendem Kamin Rauchgase in den Wohnraum gelangen können. Um das zu vermeiden, ist eine Sicherung vorgeschrieben, die genau das verhindern soll. Immer noch üblicherweise wird das über einen Fensterkontakt geregelt, der mit einem Schalter für die Dunstabzugshaube verbunden ist, was heißt, nur wenn das Fenster gekippt ist läuft der Dunstabzug. Gut wenn der Kamin an ist, da dann kein Unterdruck entstehen kann, schlecht aber wenn der Kamin gar nicht an ist - warum soll ich dann das Fenster kippen.

Für mich war das keine zufriedenstellende Lösung und komfortabel geht anders. Also haben wir nach Alternativen gesucht und sind in Form eines Unterdruckwächters fündig geworden. Das Gerät überwacht den Druck im Raum in Relation zum Druck im Schornstein und schaltet dann bei kritischen Verhältnissen die Haube ab. Wenn das Volumen im Raum groß genug ist, kann die Haube sogar eine Weile laufen, bevor die Abschaltung erfolgt, bzw. wenn der Kamin aus ist, wird gar nicht abgeschaltet - smarte Lösung! 


Mittlerweile war der Bezirksschornsteinfegermeister (was für ein Wort) auch schon mehrfach auf der Baustelle und zeigte sich zum Glück jedesmal sehr zufrieden, als er wieder gegangen ist. Es war wirklich hilfreich ihn schon in der Planungsphase mit in Boot zu holen.

Zum Schluss noch ein Beweisfoto, dass im August wirklich auch mal die Sonne geschienen hat ;-)


Ein schönes Wochenende noch!
Mike

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